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Pressemitteilung

21. November 2011
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Sensationeller Weltmeistertitel

Anna Dogonadze veschwand nach dem unerwarteten Gold-Stück schnell im Bett. "Ich war so platt, die ganz Anspannung ist abgefallen. Und das lange Feiern hätte sich wegen der Einzel-Entscheidung ja sowieso verboten", berichtete die erfahrene Trampolinturnerin nach dem unverhofften WM-Titel in der Synchron-Konkurrenz.

Dogonadze konnte es auch zwölf Stunden nach der Überraschung kaum fassen, dass sie nach dem erkämpften Olympia-Ticket für London 2012 dort als einzige Trampolin-Athletin der Welt ihre vierten Spiele erleben wird. 13 Jahre nach ihrem WM-Erfolg mit Tina Ludwig schlug sie in Birmingham erneut im Synchron-Wettbewerb zu. "Das war der Hammer. Nach unserer Übung habe ich noch im Scherz gesagt: Gold wäre gut, aber wir nehmen auch Silber. Aber da hätte ich nie für möglich gehalten, dass dies Realität werden könnte", sagte die Bad Kreuznacherin.

"Das ist der absolute Wahnsinn", konnte sich auch der sonst eher reservierte Bundestrainer Michael Kuhn in der Stunde des unerwarteten WM-Erfolges nicht mehr zurückhalten. "Besonders bei dieser wegen der Olympia-Quali so stark besetzten WM ist der erste Platz wirklich unbeschreiblich."

Fabelhafte Vorstellung

Anna Dogonadze und Jessica Simon fielen sich glücklich in die Arme und schüttelten immer wieder ungläubig die Köpfe, als mit den am Ende drittplatzierten Britinnen Katherine Driscoll und Amanda Parker (47,00 Punkte) auch das letzte Konkurrenz-Paar sie nicht mehr vom Thron verdrängen konnte. Als zweites Duo in den Wettkampf gegangen, hatten Dogonadze und Simon eine fabelhafte Vorstellung abgeliefert, die von den Referees mit 48,10 Punkten hoch benotet wurde. Nur die Mitfavoritinnen aus Kanada, Rosannagh MacLennan und Karen Cockburn (47,60), kamen gefährlich nahe, landeten aber nur auf dem Silberrang.

Damit holten die beiden Frauen aus Bad Kreuznach zum siebten Mal bei den seit 1966 ausgetragenen Trampolin-WM den Synchron-Titel nach Deutschland. Die letzte Goldmedaille lag aber schon lange zurück und wurde 1998 von der damals gerade aus Georgien nach Deutschland übergesiedelten Dogonadze und ihrer Team-Gefährtin Tina Ludwig gewonnen.

Autor: DPA